Ostern – Hoffnung, die trägt

Mit dem Frühling erwacht nicht nur die Natur zu neuem Leben – auch wir feiern an Ostern einen Neubeginn. Für Christen und Christinnen ist dieses Fest mehr als ein Datum im Kalender. Es erinnert uns an die Mitte des christlichen Glaubens: die Auferstehung Jesu Christi und die Hoffnung, dass das Leben stärker ist als der Tod.
Die Karwoche führt uns zunächst durch schwere Tage. Wir denken an all das Leid, das in der Welt herrscht, an den brutalen Krieg, den Russland nun schon so lange gegen die Ukraine führt, aber auch an andere Kriege und Ungerechtigkeiten. Karfreitag macht deutlich, dass Dunkelheit und Leid Teil der Wirklichkeit sind.
Aber „Ostern“ setzt dieser Wirklichkeit etwas entgegen: Gott lässt den Tod nicht das letzte Wort haben. Die Botschaft der Auferstehung schenkt Zuversicht – auch und gerade dort, wo Situationen ausweglos erscheinen.
Und auch für unseren Schulalltag hat Ostern eine konkrete Bedeutung: Wir glauben an Entwicklung, an zweite Chancen und an das Wachstum jedes einzelnen Menschen. Wie aus einem unscheinbaren Samenkorn eine blühende Pflanze wird, so steckt auch in jedem von uns Potenzial, das sich entfalten darf. Ostern lädt uns ein, neu hinzuschauen – auf uns selbst, auf unsere Mitmenschen und auf unsere Aufgaben.
Gerade in einer Zeit, die von Unsicherheiten und schnellen Veränderungen geprägt ist, möchten wir als Schulgemeinschaft ein Ort der Hoffnung sein. Wir wollen Werte wie Nächstenliebe, Respekt, Verantwortung und Vertrauen nicht nur lehren, sondern leben. Die Osterbotschaft erinnert uns daran, dass Versöhnung möglich ist, Gemeinschaft trägt und Gott jeden Menschen begleitet.
Möge das Osterfest uns alle ermutigen, mit Zuversicht nach vorne zu blicken, einander zu stärken und das Leben bewusst zu feiern.
Der gesamten Schulgemeinschaft und allen Familien ein gesegnetes und frohes Osterfest.
Stephanie Bloch-Klein, evangelische Schulseelsorgerin

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