„Leben im All ist heftig und prall!“ – Kosmisches Musical-Event am HSG


Am Mittwoch- und Donnerstagabend, dem 10. und 11. Juni 2026, verzauberte das Vorprofil Musik der 6. Klassen gemeinsam mit der Musical-Band unter der Leitung von Jutta Gewahl die Aula des HSG in einen bunten Kosmos voller musikalischer Highlights. Mit dem Musical Leben im All von Gerhard A. Meyer nahmen die jungen Musikerinnen und Musiker die Zuhörer mit auf eine „rockige Reise durch die Galaxie“, in deren Verlauf eine Oma (Leni Pröll) ihrem Enkelkind (Katharina Wagner) eine spannende Geschichte aus der Frühzeit der Milchstraße erzählt, ergänzt durch die klugen Kommentare zweier Astronomie-Professoren (Tugrul Polat, Teo Schirmer).

Im Titelsong „Leben im All“ wird das Publikum mit dem Chaos im Weltraum konfrontiert. Überall sausen Planeten, Kometen und Sternschnuppen herum, die größte Geschwindigkeit erreicht dabei der „superschnelle“ Komet XXL (Ridan Jain, Andrii Matviienko, Azzurra Craviolo, Laila Toth). Alle reden durcheinander, und im Universum herrscht totale Aufregung: „Leben im All ist heftig und prall … und ganz unser Fall!“

Mars (Jana Körting, Nele Hofferer, Ella Zieser) präsentiert sich als hitziger, leicht reizbarer Planet. Zutiefst menschlich will er stark und kämpferisch sein, seine vielen Vulkane explodieren allerdings ebenso heftig wie häufig. Dabei ist er eigentlich nur in Venus (Lotte Hirdes, Laura Tasser) verliebt – und diese ist sich ihrer Anziehungskraft nur allzu bewusst. Der Sternenchor (Soli: Miriam Degel, Leni Pröll, Lisbeth Bukowsky als „kleiner Stern“) muss ihm gut zureden, damit er sich wieder beruhigt.

Als Endgegner aller Himmelsbewohner besingt das stets im Hintergrund lauernde Schwarze Loch (Evelin Leinweber, Leon Schweizer) in gruseliger Atmosphäre seine unsichtbare Stärke: „Man sieht mich nicht, man spürt mich doch“. Besonders gerne verschlingt es Sternschnuppen (Anton Dietl, Maja und Marie Düringer, Monja Ihrig, Emma Schmitt, Amelie Steck, Benjamin Seidman). Diese sind allerdings stets schneller – und überhaupt ist ihnen alles „schnuppe“.

Saturn (Grete Leukel, Mia Scheurich, Vanessa Eggert, Mara Geisler) freut sich über seinen neuen Ring, den ihm ein hochbetagter Stern kurz vor seinem Erlöschen noch schenkt. Opa Galaxos (Jakob Bissdorf) beschenkt zum Abschied auch noch alle anderen Himmelskörper mit wertvollen Dingen: eine Kristallkugel für Pluto (Anton Kwiatkista, Emma Münch, Paula Schmitt), ein großes Eis für die Sonne (Marlene Eiermann), die dringend Abkühlung braucht, einen kleinen Mond für die Erde (Liv Deschner) und anderes mehr.

Zwischen Chaos, Rockmusik und Weltraum-Witzen lernen die Himmelskörper schließlich, zusammenzuhalten – und entdecken mithilfe von Plutos magischer Kristallkugel sogar, dass in ferner Zukunft einmal Menschen auf der Erde leben werden. Damit diese sich im riesigen Weltall nicht so klein und verloren vorkommen, malen alle Himmelskörper wunderschöne Sternbilder an das Firmament, die über die Menschen wachen sollen (Song: „Kleiner Bär und großer Bär“, Soli: Miriam Degel, Leni Pröll).

Am Schluss wird der kleine Pluto so neugierig auf die Menschheit und das Leben auf der Erde, dass er davon träumt, „einen Tag und eine Nacht“ dort zu verbringen und unter anderem auch einmal die Schulbank zu drücken.

Auf die Standing Ovations der begeisterten Zuhörer folgte als erste Zugabe nochmals der Song „Hallo Mars“. Schulleiterin Anja Katzner sprach allen Beteiligten für ihr Engagement ein großes Dankeschön aus, das sich vor allem an die betreuenden Lehrkräfte Jutta Gewahl (musikalische Leitung) und Vanessa Matzner (Choreographie), die Bühnentechnik-AG (Betreuung: Hartmut Quiring) und alle weiteren Helfenden (Eltern, Förderverein) richtete. Danach erklang als zweite Zugabe noch einmal der Song „Kleiner Bär und großer Bär“.

Schließlich endete die galaktische Reise auf dem Schulhof des HSG mit einem gemütlichen Ausklang und Bewirtung durch den Förderverein.

(Text: Anja Kretzschmar, Bilder: Sabrina Lobeck)

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