Nominierung zum Schulpreis „Digitale Schule 2020“


Als einzige Schule in Baden-Württemberg gehört das Hohenstaufen-Gymnasium Eberbach zu den Nominierten bei der diesjährigen Vergabe des prestigeträchtigen Schulpreises „Digitale Bildung“ der Lehrmittelfirma Phywe. Hierbei wurde die Eberbacher Schule aus über 100 Bewerbern auf Grundlage ihres überzeugenden digitalen Konzepts ausgewählt. Damit würdigt die Jury die enorme Weiterentwicklung des Hohenstaufen-Gymnasiums im Bereich der digitalen Bildung.

Hierfür wurde in den vergangenen Jahren die Philosophie im IT-Bereich der Schule grundlegend geändert und die technischen Komponenten entsprechend angepasst. Dieser Prozess wurde immer wieder von externen Beratern begleitet, die sowohl in der digitalen Infrastruktur als auch in der didaktischen Umsetzung neuer Unterrichtskonzepte die Lehrerinnen und Lehrer mit ihrer Expertise unterstützten. Mittlerweile verfügt das Hohenstaufen-Gymnasium über eine exzellente digitale Ausstattung, die unter anderem dazu beitrug, dass es 2019 zu einer der Vorbildschulen der Metropolregion Rhein-Neckar ausgewählt wurde.

Digitalisierung wird von den Verantwortlichen in der Schulgemeinschaft aber nicht ausschließlich als Aufrüstung der IT-System verstanden, sondern vielmehr ganzheitlich betrachtet. Im Zentrum der Bemühungen stehen stets die Schülerinnen und Schüler und die Frage, auf welche Weise moderne digitale Endgeräte deren Lernprozesse unterstützen sowie sinnvoll ergänzen können. Das Ziel des Hohenstaufen-Gymnasiums ist es, mündige Bürger in einer immer stärker digitalisierten Gesellschaft auszubilden. So haben beispielsweise alle Schülerinnen und Schüler in der 8. bis 10. Klassenstufe ein schuleigenes iPad erhalten, das sie wie selbstverständlich zum täglichen Lernen verwenden. Darüber hinaus haben alle Kinder einen Zugang zu einer stabil funktionierenden digitalen Bildungsplattform. In der aktuellen Homeschooling-Phase kann hierüber der gesamte Stundenplan digital umgesetzt und unterrichtet werden. Somit müssen sich die Schülerinnen und Schüler nicht vor Lücken im Lehrplan aufgrund mangelnder digitaler Unterstützung fürchten; sogar der fehlende soziale Umgang in der Schule kann über die Plattform teilweise ausgeglichen werden.

Nicht nur im Rahmen des Fernlernens, gerade auch in den Präsenzphasen wird der digitale Unterricht am Eberbacher Gymnasium aufgrund seiner Flexibilität und Mobilität immer wieder sehr innovativ an vielen Stellen in allen Fachbereichen erfolgreich und stets zielgerichtet eingesetzt.

Parallel zur Ausbildung in der Handhabung digitaler Endgeräte oder Cloud-Lösungen wird am Hohenstaufen-Gymnasium auch viel Wert auf die Prävention in diesem Bereich sowie den verantwortlichen Umgang mit vernetzten Computern, Tablets oder Smartphones gelegt. Dies geschieht beispielsweise mit Hilfe von Medienworkshops externer Bildungspartner oder Ausbildungen von Lehrkräften in Programmen zur Internetsucht in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Zusätzlich hat die Offenheit für neue, zeitgemäße Unterrichtskonzepte dazu geführt, dass ein erstes Klassenzimmer mit externen Fördermitteln explizit für neue Unterrichtsformate umgestaltet wurde, in der die klassischen Lernstrukturen aufgebrochen und der Fokus mehr auf die Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler sowie die Suche nach kreativen Lösungsstrategien gelegt wird.

Dieser ganzheitliche Blick auf die digitale Bildung junger Menschen hat dem Hohenstaufen-Gymnasium schließlich die Nominierung als eine von zehn Schule für den Schulpreis „Digitale Bildung“ 2020 beschert. Dieser ist insgesamt mit 10000 Euro dotiert und wird an herausragende Schulen in den Kategorien „Newcomer Digital“, „Bester digitaler Unterricht“ sowie „Bestes Homeschooling Konzept“ verliehen. Die offizielle virtuelle Preisverleihung sowie Verkündung der Gewinner wird am 17. Februar 2021 stattfinden. Schon jetzt können sich die Verantwortlichen im digitalen Bereich des Hohenstaufen-Gymnasiums sowie die gesamte Schulgemeinschaft über die große Ehre freuen, die ihnen allein durch die Nominierung zuteil wurde. (M. Hauck)

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