Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen


Richtlinien – Handreichung – Fachspezifische Anforderungen am Hohenstaufen-Gymnasium

Kachel_Kooperation

 

I. Richtlinien für eine GFS

 

Welchen Zweck haben „Gleichwertige Feststellungen von Schülerleistungen“ (GFS)?

Einübung in selbstständigem Arbeiten, Auffinden von Informationen, Umgang mit Literatur, eigenständige Planung eines Projekts über eine längere Zeit, Möglichkeit Themen zu behandeln, die einen interessieren, Einübung von Präsentationstechniken und Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens. Eine GFS ist mehr als ein einfaches Referat!

 

Was muss man bedenken?

Eine GFS macht Arbeit und muss rechtzeitig geplant und vorbereitet werden. Die Ergebnisse müssen auf jeden Fall selbstständig erarbeitet werden; alle Quellen und Hilfsmittel müssen angegeben werden. Inhaltliche Hilfe durch den Lehrer ist in Form von Hinweisen und Tipps möglich.

Eine GFS wird gewertet wie eine Klassenarbeit respektive Klausur. Eine nicht erbrachte GFS wird mit ungenügend bewertet. Pro Schuljahr muss jeder Schüler der Klassenstufen 7-10 eine GFS anfertigen. Dies wird auf dem Formblatt im Klassenbuch dokumentiert. Die Schüler legen bis zu den Herbstferien fest, in welchem Fach sie die GFS halten, andernfalls legt der Klassenlehrer in Absprache mit den Fachlehrern das Fach fest.

Die Schüler der Klassenstufe 11-12 müssen 3 GFS in den vier Halbjahren anfertigen. Dies wird auf dem vorgesehenen Formblatt dokumentiert und durch den Tutor überprüft. Das Thema wird in Absprache mit dem Fachlehrer gefunden und besprochen. Es sollte aber auf jeden Fall den eigenen Interessen entsprechen! Auch während der Arbeitsphase sollte man Rücksprache mit dem Fachlehrer halten.

Literatur kann eventuell vom Fachlehrer ausgeliehen werden. Außerdem lohnt sich immer ein Gang in die Schülerbücherei, Stadtbücherei, Universitätsbibliothek Heidelberg. Das Internet ist nur bedingt eine zuverlässige Quelle. Verwendete Internetquellen müssen als Ausdruck vorgelegt werden.

 

Was wird verlangt?

Die Schülerin/ der Schüler trifft mit dem Fachlehrer im Vorfeld der GFS eine verbindliche Vereinbarung über Thema, Form, Umfang und Termin der GFS. Grundsätzlich kann man zwischen der Form einer mündlichen Präsentation, einer schriftlichen Ausarbeitung (Hausarbeit), einer fachpraktischen Arbeit sowie einer projektorientierten Arbeit wählen. Welche Form geeignet ist, muss mit dem Fachlehrer besprochen werden.

 

 

II. Handreichung für eine GFS
Mündliche Präsentation

 

Grundregeln

Der Inhalt sollte immer im Vordergrund stehen. Allein die Verwendung eines Präsentationsprogramms machtnoch keinen guten Vortrag. Ein guter Referent weiß immer mehr als er sagt und wählt aus seinem erworbenen Wissen sinnvoll das aus, was er seinen Mitschülern vortragen möchte.

 

Aufbau des Vortrags

Ein guter Vortrag ist klar gegliedert. Diese Gliederung wird den Zuhörern am Anfang bekannt gegeben, zum Beispiel auf einem Plakat, auf Folie, an der Tafel. Ebenso gibt ein guter Referent am Anfang deutlich bekannt, über welches Thema er redet. Diese Absichtserklärung zu Beginn dient dazu, die Zuhörer darauf vorzubereiten, was sie im Folgenden erwartet. Außerdem sollte man sich einen geeigneten Einstieg in das Thema überlegen. Der Vortrag sollte ein klares Ende haben. Am Ende des Vortrags steht man noch für weitere Fragen zur Verfügung.

 

Durchführung des Vortrags

Ein Zeitrahmen von 10 bis ca. 35 Minuten (nach Vereinbarung) sollte eingehalten werden. Wer noch keine oder wenig Erfahrung mit Referaten hat, wird deshalb zu Hause vor Familienmitgliedern oder Freunden ein „Testreferat“ halten.

Für den Zeitrahmen gilt in der Regel:

Klasse 7 und 8: 10-15 Minuten

Klasse 9 und 10: 15-20 Minuten

ab Klasse 11: 20-30 Minuten

Der Vortrag sollte gut ausgearbeitet sein und reibungslos verlaufen. Hilfsmittel und Medien müssen deswegen rechtzeitig organisiert und vorbereitet werden. Eine Präsentation ist mehr als ein einfaches Referat. Als Faustregel gilt: mindestens ein Medium außer der eigenen Stimme sollte zum Einsatz kommen.

Präsentieren heißt auch Visualisieren, d.h., wichtige Inhalte sollten zum besseren Verständnis bildhaft umgesetzt werden, damit die Zuhörer möglichst viel vom Vortrag haben. Aber Achtung: weniger ist oft mehr. Zu viele Bilder, bunte Folien sind schädlich, denn sie bewirken genau das Gegenteil und verhindern, dass sich die Zuschauer auf das Wesentliche konzentrieren. Deshalb immer überlegen, was durch Einsatz eines Mediums überhaupt bezweckt werden soll.

 

Schriftliche Handreichung

Zusätzlich zum Vortrag wird eine schriftliche Übersicht von ca. 2 Seiten als Handreichung für die Mitschüler erwartet. Diese Handreichung enthält neben den Inhalten einen Kopf mit Thema des Vortrags, Name des Schülers, Name des Lehrers, Name der Schule, Unterrichtsfach, Datum des Vortrags. Außerdem werden auf der Handreichung alle verwendeten Quellen und Hilfsmittel angegeben.

 

Bewertung

Die Präsentation wird in der Regel erst einige Tage nach dem Vortrag benotet. Dabei wird sie mit dem Schüler besprochen. Für die schriftliche Ausarbeitung gelten vor allem die folgenden Grundsätze. Dabei werden die Ansprüche an eine Arbeit in der 7. Klasse natürlich anders gestellt als an eine Arbeit in der Oberstufe.

 

Quellennachweise

Alle Gedanken, die geistiges Eigentum eines anderen Menschen sind, werden als solche gekennzeichnet. Dies gilt für wörtliche Zitate und auch für sinngemäß Übernommenes. Die Belegstelle wird in einer Fußnote angeben. Am Ende der Arbeit befindet sich außerdem ein ausführliches Literaturverzeichnis sowie eine Versicherung, dass die Arbeit selbstständig erstellt wurde.

 

Aufbau der Arbeit

Die Arbeit muss gewissen formalen Ansprüchen gerecht werden. Sie enthält:

  1. ein Titelblatt mit Angabe von Thema des Vortrags, Name des Schülers, Name des Lehrers, Name der Schule, Unterrichtsfach und Datum,
  2. ein Inhaltsverzeichnis mit Angabe der Seitenzahlen,
  3. wie jeder Aufsatz besteht die eigentliche Arbeit zumindest aus drei Teilen, nämlich Einleitung, Hauptteil und Schluss/Zusammenfassung,
  4. Literaturverzeichnis,
  5. evtl. Anhänge.

Sprache

Die Arbeit sollte in einer guten, verständlichen und klaren Sprache verfasst werden. Man sollte auch zeigen, dass man wichtige Fachbegriffe richtig verwenden kann. Vor der Abgabe sollte man die Arbeit mehrmals durchlesen, um versteckte Fehler zu entdecken. Zu viele Rechtschreibfehler haben noch niemandem geschmeichelt.

 

Äußere Form

Die gesamte Arbeit wird in einer Mappe oder in einem Klemmhefter abgegeben, so dass sie auch äußerlich einen guten Eindruck macht.

Für den Umfang der Arbeit gilt in der Regel:

Klasse 7 und 8: ca. 3-5 Seiten Textteil

Klasse 9 und 10: ca. 6-7 Seiten Textteil

ab Klasse 11: ca. 8-10 Seiten Textteil

Formatierung mit einem Textverarbeitungsprogramm

Die Seiten der Arbeit sollten nummeriert werden. Schriftgröße ist in der Regel 12 (Times New Roman), Zeilenabstand 1,5 Zeilen. Überschriften können etwas größer sein. Fußnoten werden mit dem Textverarbeitungsprogramm automatisch eingefügt. Der Fußnotentext hat in der Regel einen reduzierten Schriftgrad von 10 Punkten. Längere Zitate (z.B. aus literarischen Werken oder längere Auszüge aus Quellentexten) können ebenfalls in einem reduzierten Schriftgrad bei einfachem Zeilenabstand und leicht eingerückt dargestellt werden. Weitere Hinweise zur Formatierung kann man beim Fachlehrer erhalten.

 

Kolloquium

Vor der Rückgabe der Arbeit findet ein kurzes Kolloquium statt. Dabei wird die Arbeit besprochen. Durch inhaltliche Fragen und im Gespräch wird außerdem geklärt, ob die Arbeit tatsächlich selbstständig erstellt wurde.

 

 

III. Fachspezifische Regelungen

Die oben genannten allgemeinen Hinweise sowie spezifischen Regelungen für eine GFS in den einzelnen Fächern sind in der folgenden pdf-Datei zusammengefasst:

GFSRichtlinie_Handreichung

 

 

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